Offene Werkstatt Schwaben KJF

Offene Werkstatt Schwaben – Inklusives Projekt und echte Alternative zur klassischen Behindertenwerkstatt


Die „Offene Werkstatt Schwaben“ (OWS) versteht sich als Inklusionsbetrieb und ist ein Ort produktiver Tätigkeit.


Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V. (KJF) sieht eine ihrer Hauptaufgaben vor allem darin, mehr Menschen mit Teilhabeeinschränkungen auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln und dort nachhaltig zu integrieren.

Die OWS ist mehr als eine Behindertenwerkstatt: Sie nutzt sozialräumliche Potenziale und das schwabenweite Netzwerk der KJF mit inklusiven Werkstatt- und Beschäftigungsformen zur Betreuung und Beschäftigung von Menschen mit Teilhabeeinschränkungen. Ihr Standort ist in Dürrlauingen in der Nähe von Günzburg.

Das OWS-Konzept – ein offenes Werkstattangebot für Menschen mit Behinderung
OWS Behindertenwerkstatt
Das Angebot der OWS

Die OWS ist keine klassische Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), sondern eine innovative alternative Werkstattform, die mit bestehenden Ressourcen, umfassenden Kompetenzen und einem schwabenweiten Netzwerk im Rahmen der beruflichen Qualifizierung dem steigenden Bedarf an Werkstattplätzen begegnet. Dabei bieten bestehende Strukturen wohnort- und betriebsnahe Qualifizierungs-, Beschäftigungs- und Integrationsmöglichkeiten.

Der Eingangs- und Berufsbildungsbereich findet in einem Umfeld der Berufsvorbereitung und der dualen Ausbildung statt, das stark auf den ersten allgemeinen Arbeitsmarkt fokussiert ist. Somit ist die OWS wesentlich mehr als eine reine Behindertenwerkstatt, da sie aus einem breiten Spektrum an individuellen Berufsbildungsmöglichkeiten schöpft, um die Teilnehmer für die angestrebte Tätigkeit im Arbeitsbereich zu qualifizieren.

OWS-Außenarbeitsplatz WfbM
Was ist das Besondere der OWS?

In der OWS erhält der Teilnehmer ein flexibles Unterstützungsangebot mit dem Ziel, ihn individuell so zu fördern, dass er für seine spätere (und gewünschte) Tätigkeit im Arbeitsbereich hinreichend qualifiziert ist. Dabei greift die OWS nicht nur auf das gesamte Netzwerk der KJF Integrationsmaßnahmen zurück; sie nutzt auch gezielt die Standortvorteile des KJF Berufsbildungswerkes Dürrlauingen:

Hier gibt es über 30 Ausbildungsangebote an einem Ort. Kurz: der ideale Raum für viel persönliche Zuwendung, hohe Flexibilität und für eine große Bandbreite im Berufsbildungsbereich für individuelle Lösungen, die auf das spätere Leben im gewünschten Sozialraum vorbereiten.

OWS - WfbM
Die Ziele der OWS

Menschen mit Behinderungen haben oftmals erhebliche Schwierigkeiten, den Einstieg in eine Arbeitstätigkeit zu schaffen. Die Offene Werkstatt Schwaben hat das Ziel, diesen Menschen durch individuelle Förderung und Persönlichkeitsentwicklung die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dabei soll nach Möglichkeit den persönlichen Wünschen des Teilnehmers Rechnung getragen werden.

Nach einer Zeit beruflicher und persönlicher Stabilisierung wird die berufliche Integration angestrebt. Hier stehen ganz klar die Betriebe des ersten allgemeinen Arbeitsmarktes im Fokus – idealerweise im Sozialraum des Rehabilitanden.

OWS Integration von Behinderten
Zielgruppe / Teilnahmebedingungen

Die Offene Werkstatt Schwaben nimmt Menschen mit geistigen, psychischen und leichten körperlichen Behinderungen auf. Wir arbeiten nach den Grundsätzen der ICF: Die „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ erlaubt eine bessere Differenzierung des Unterstützungsbedarfs.

Die Aufnahme erfolgt, sobald Leistungen eines Kostenträgers (Bundesagentur für Arbeit / Bezirk Schwaben / Deutsche Rentenversicherung) verbindlich zugesagt worden sind. Auch Fahrtkosten werden erstattet, wenn der Reha-Berater die Notwendigkeit der Aufnahme bestätigt. Das Einzugsgebiet umfasst den Regierungsbezirk Schwaben des Freistaates Bayern.

Ablauf der Maßnahme

Die Aufnahme in die OWS ist ganzjährig möglich und erfolgt über die Zuweisung des Fachausschusses. Damit sich der Rehabilitand und seine Begleitung (Betreuer, Eltern, Bevollmächtigter) ein Bild von der Einrichtung machen können, bietet die OWS kurzfristig Termine zur persönlichen Vorstellung und zum Praktikum an.

 

Prüfung der Leistungsstärke

Die eigentliche Aufnahme erfolgt im Berufsbildungsbereich, in dem der Teilnehmer zunächst das Eingangsverfahren durchläuft. Hier wird die Leistungsstärke geprüft und festgestellt, ob die OWS geeignet ist und welcher Werkstattbereich für den Teilnehmer passt. Dabei werden auch Vorgutachten und individuelle Analysen des Leistungspotentials berücksichtigt. Dies ist wichtig im Hinblick auf eine Beschäftigung im ersten allgemeinen Arbeitsmarkt.

 

Probearbeiten in der Werkstatt

Im Eingangsverfahren lernt der Teilnehmer das Werkstattleben kennen, erprobt verschiedene Arbeitstätigkeiten und erhält Rückmeldung zur Leistungsfähigkeit. So kann er gemeinsam mit den Fachkräften und dem individuellen Bildungsbegleiter die weitere berufliche Entwicklung planen.

 

Dauer

Normalerweise dauert das Eingangsverfahren vier Wochen; in Einzelfällen auch bis zu drei Monaten.

Im Berufsbildungsbereich findet die Vorbereitung auf den Arbeitsbereich statt. Die Durchführung erfolgt sowohl mit den Ausbildungsbetrieben des KJF Berufsbildungswerkes als auch in Kooperation mit regionalen Betrieben. Der große Vorteil dieses Bereiches ist seine breite Basis an beruflichen Qualifikations-Möglichkeiten und die damit verbundene Flexibilität: So werden die Teilnehmer intensiv auf ihre angestrebte Tätigkeit in einem Außenarbeitsplatz der WbfM vorbereitet und individuelle Schwerpunkte optimal berücksichtigt.

 

Unterstützend bereiten die Fachkräfte der OWS auch die Betriebe gezielt auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung vor.

Der Arbeitsbereich wird primär am allgemeinen Arbeitsmarkt im Sozialraum des Rehabilitanden in Form von Außenarbeitsplätzen organisiert. Oberstes Ziel ist die Vermittlung auf einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt. Am Standort Dürrlauingen werden klassische Arbeitsplätze im Gartenbau (Landschaftsbau, Gemüsebau, Zierpflanzen), in der Textilreinigung und im Lagerbereich angeboten.

 

Das Wohnen wird je nach Bedarf individuell sozialräumlich organisiert. Das KJF Berufsbildungs- und Jugendhilfezentrum bietet schwabenweit ein ambulant betreutes Wohnangebot für seelisch behinderte Menschen.

Falls ein Teilnehmer in seinem Außenarbeitsplatz Probleme haben sollte oder eine Veränderung möchte, kann er für eine bestimmte Zeit oder auch – wenn gewünscht – für immer in die Werkstätten der OWS zurückkehren und seine Tätigkeit im klassischen Arbeitsbereich der OWS ausführen.

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Informationen für Fachpublikum

Das Projekt „Offene Werkstatt Schwaben“: Konzept, Förderbereiche, Ziele, Klienten und Ansprechpartner.

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Informationen für Teilnehmer / Interessierte

Die „Offene Werkstatt Schwaben“: Idee, Förderbereiche, Ziele, Teilnehmer und Ansprechpartner.

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Informationen in Leichter Sprache

Die „Offene Werkstatt Schwaben“: Was ist das? Wer wird unterstützt? Wo kann man arbeiten? Wen kann man fragen?

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Bernhard Zwick

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